SCHLÜTTER TURBOLADER GmbH
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TURBO-Tipps
Kann zuviel Öl dem Turbolader schaden?
Einer der vielen Fragen, die uns aus dem Netz erreichen ist genau diese. Kann die Überfüllung des Motors einen negativen Einfluss auf den Turbolader haben? Diese Frage muss klar mit JA beantwortet werden; dieser Fall kann eintreten!
Aber was genau kann passieren?
Wenn die Überfüllung der Ölwanne über das Niveau des Zugangs der Ölrücklaufleitung des Turboladers hinaus ragt, so hat dies zu Folge, dass der Effekt des ungehinderten Rückfluss des Öls mittels der Schwerkraft aus dem Turbolader zurück in die Ölwanne des Motors aufgehoben, d.h. behindert wird.
Dies wiederum führt dazu, dass Öl aus dem Lagergehäuse in die Endgehäuse des Turboladers abfließt. Im Bereich des Verdichters wird dieses Öl mit der Ladeluft in die Brennräume fließen, wenn nicht der Ladeluftkühler im Effekt eines Ölabscheiders diese Menge ganz oder Teilweise aufnimmt.
Auf der Turbinenseite liegt der Fall etwas anders. Aufgrund der hohen Temperaturen werden diese Ölmengen verbrennen. Dies kommt bei herkömmlichen Ladern oft im Bereich zwischen Lagergehäuse und turbinenseitigem Hitzeschild vor. Ölkohleablagerungen an dieser Stelle führen je nach Ausprägung später dann bis zum Abriss der Läuferwelle.
Bei Turboladern mit variabler Turbinengeometrie stellen wir wiederum fest, dass die Ölkohle zur Behinderung des Freilaufes der Leitschaufeln führt, was wiederum zu einer ungewünscht hohen Drehzahl der Läuferwelle führt, d.h. eine Ladedruckdifferenz als Fehler abgelegt wird, was wiederum die Ansteuerung des Notlaufmodus zur Folge hat.
Tritt dieser Fehler als Ursache der Ölkohleablagerung auf, muss der Turbolader gegen ein Neuteil gewechselt werden.
Aus den vorgenannten Gründen raten wir dringend, Überfüllungen zu vermeiden.
Ralf Clemens
Eingetragen beim Amtsgericht Siegburg
HRB Nr. 10239
Umsatzsteuer-Ident-Nr.
DE 150937507